Zeitraum 1948 bis 1975

 Doch nicht lange nach dem Ende des Krieges wurde der Verein wiederbelebt. Am 13. November 1948 fand die Neugründung statt; die Original-Versammlungsniederschrift sowie die neugefasste Satzung ("Vereinsstatuten") sind nachfolgend vollständig abgedruckt.

 

Zum Vorsitzenden wurde der heutige Ehrenvorsitzende Karl Lehmann gewählt; Dirigent war weiterhin , wie seit Vereinsgründung, Georg Pfeifer; er gab den Dirigentenstab nach 27-jähriger Tätigkeit im Jahr 1952 - aus gesundheitlichen Gründen und schweren Herzens - an Lehrer Hans Kecker, unseren heutigen Ehrendirigenten, weiter.

 

 

Der Verein musste erst wieder "aufgebaut" werden, denn der 2. Weltkrieg hat auch Opfer unter den Sängern gefordert. Allein sieben aktive Sänger kehrten nicht mehr in die Heimat zurück. Im Jahre 1950 wurde dann das 25-jährige Bestehen des Vereins feierlich begangen. In den Vereinschroniken ist vermerkt, dass siebzehn befreundete Vereine zu Gast waren und die Feier mitgestalteten.

 

Das abwechslungsreiche Vereinsleben ging weiter mit Tiefen und Höhen . In 1953 konnten kurzfristig sogar 31 aktive Sänger notiert werden. In diesem Jahr veranstaltete das Sängerquartett den ersten Liederabend, zu dem die "Sängerfreude Linnenbach" und der "Sängerkreis" der KSG Wald-Erlenbach eingeladen wurden. Und es wurde wieder Theater gespielt. Der absolute Höhepunkt war "Der Schinderhannes", die größte, gelungene Aufführung nach dem Krieg.

 

Überhaupt war das Theaterspielen eine Passion der Sänger. Die Vereinschroniken verraten so einiges: Im Jahr 1926 - also ein Jahr nach Vereinsgründung - wurde "Das Jubiläum" aufgeführt, im Dezember gleichen Jahres "Die Ehefrau wider Willen". Im März 1927 wurden, wie öfters zu dieser Zeit, gleich drei Stücke aufgeführt: "Ein frohes Ereignis", "Die Braut des Wilderers" und "Tortelheim wird Kurbad". Auch in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg kamen Stücke zur Darbietung wie "Die Spanische Fliege" und "Rudi im Nachtjäckchen" (1948); "Weihnachten im Hochwald" und "Der Grünspan" (1949); "Das Grab auf der Heide" und "Er lässt nicht locker" (1950). In neuester Zeit werden nach wie vor Theaterstücke im rustikalen Saal des Gasthauses Gehron aufgeführt, allerdings jetzt von der Trachtengruppe Mittershausen-Scheuerberg.

 

Karl Lehmann gab im Jahr 1953 den Vorsitz ab, den Wilhelm Vetter zunächst kommissarisch, Anfang 1954 dann durch Wahl übernahm. Ab 1958 führte Nikolaus Schmitt den Verein, bis er die Führung im Jahr 1972 an Hans Grieser weitergab.