Der ganze Stolz des Dorfes

HEINZ-PFEIFER-PLATZ Areal an der früheren Schule wurde vor 30 Jahren eingeweiht.

Bericht von Jürgen Reinhardt im Starkenburger Echo, 13.10.2017:

 HEINZ-PFEIFER-PLATZ Areal an der früheren Schule wurde vor 30 Jahren eingeweiht.

MITTERSHAUSEN - Alles, was Rang und Namen hatte in der Kreisstadt, war dabei, als in Heppenheims Stadtteil Mittershausen der neue Dorfplatz feierlich eingeweiht wurde. Der damalige Bürgermeister Ulrich Obermayr freute sich über diese „Stätte der Begegnung“, die damalige Kreisbeigeordnete der Grünen, Eva-Maria Krüger, überbrachte die Grüße des Landrats, und die Mitglieder der Trachtengruppe Mittershausen-Scheuerberg unterhielt die Festgäste mit traditionsreichen Tänzen. Das war 1987 – und damit wird der Platz in diesem Jahr 30 Jahre alt.

Ganz billig war die neue Errungenschaft nicht, die sich die Mittershäuser vor drei Jahrzehnten nach sieben Jahren „Vorarbeit“, wie der damalige Ortsvorsteher Heinz Pfeifer bei der Begrüßung der Gäste erzählte, gönnten: 55 000 Mark kamen von der Stadt, 30 000 vom Land, 5000 vom Kreis, aber auch die Mittershäuser selbst waren mit 7000 Mark dabei – in Form von Selbsthilfe. Am Bau beteiligt waren der Sportverein, der Angelsportverein, Männergesangverein, Feuerwehr, Trachtengruppe sowie der SPD-Ortsbezirk und die CDU-UPW-Gruppe. Aber auch die Mitarbeiter des Bauhofes trugen ihren Teil zum Gelingen des Projektes bei.

  • IM PFALZBACHTAL

Mittershausen und Scheuerberg wurden erstmals 1339 urkundlich erwähnt. Sie liegen im Pfalzbachtal, dessen Namen an die Zeit erinnert, als die Dörfer unter pfälzischer Lehenshoheit stand. Im 19. Jahrhundert erfolgte die Zusammenlegung der beiden Gemarkungen. (jr)

Schutzhütte aus Steinen der Altstadt

Für Geld und Mühen gab es nicht nur den Platz, der 1999 zu Ehren des ausscheidenden Ortsvorstehers in „Heinz-Pfeifer-Platz“ umbenannt wurde, sondern auch eine Schutzhütte, in der ein Wanderplan sowie Schautafeln der Vereine und der Kirchengemeinde sowie der SPD installiert wurden. Die Hütte ist ein Unikum: Zu ihrem Bau wurden Steine abgerissener Häuser aus der Heppenheimer Altstadt verwendet.

Klaus Gehron, ehemaliger Wirt des inzwischen geschlossenen Gasthofes Zur Linde und Chronist des Geschehens im idyllisch gelegenen Dorf erinnert zum runden Geburtstag an die – natürlich wesentlich längere – Geschichte dieses Teils von Mittershausen, der sich nicht zuletzt durch das frühere Schulhaus auszeichnet, dessen Fachwerkfassade jedem auffällt, der das Dorf auf der Hauptstraße durchquert.

Das markante Gebäude stammt aus dem Jahr 1813, wurde von Johann Peter Schmitt erbaut. Dessen Nachkommen verkauften das Anwesen mit allem Drum und Dran 1864 an die Gemeinde Mittershausen, für 15 400 Gulden. Wobei die Dörfler gerade mal 556 Gulden auf der hohen Kante hatten und sich die fehlenden 14 850 Gulden bei der Sparkasse in Heppenheim leihen mussten. Was trotzdem eine gute Investition war: Zehn Jahre nach dem Kauf wurde das Gebäude zum Schulhaus umgebaut. Und blieb 83 Jahre lang als solches im Dienst.

Unsere Chorproben

Männerchor:
Donnerstag, 20:00 - 21:00 Uhr

Frauenchor:
Donnerstag, 19:00 - 20:00 Uhr

DUI - Die Unbekannten Interpreten:
Mittwoch, 19:00 - 20:00 Uhr

Übungsraum und Sängerheim:
Dorfgemeinschaftshaus
Am Auwiesenberg 3
64646 Heppenheim-Mittershausen

 

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